
Case Study
dbh: Markenprozess mit besonderem Effekt
Zu Projektstart liegt uns eine Sammlung markenstrategischer Inhalte vor. Vieles ist richtig – aber nicht konsequent priorisiert, nicht klar strukturiert und vor allem im Markenauftritt nicht erlebbar. Die Folge zeigt sich im Markt: dbh wird in der Außenwahrnehmung als Logistiker eingeordnet – nicht als Softwareentwickler für Logistik.
Aus dieser Ausgangslage entwickeln wir einen Prozess, der sich Schritt für Schritt aufbaut: von Markenpositionierung, Vertriebslogik und Personas über ein eindeutiges Corporate Design bis zur optischen und inhaltlichen Umsetzung auf der Corporate Website – mit messbarem Kultur-Impact im Unternehmen.
- Branche: IT-Dienstleister für Logistik & Supply Chain (u. a. Zoll- und Außenwirtschaft, Versandabwicklung, Transportmanagement (TMS), Hafenabwicklung)
- Gegründet:1973 (als Spezialist für Hafen-Datenmanagement)
- Standort: Hauptsitz Bremen; insgesamt sechs Standorte (Hamburg, Lübeck, Dortmund, Frankfurt, JadeWeserPort/Wilhelmshaven)
- Größe: 312 Mitarbeitende
- Fokus: D-A-CH-Region
dbh
Wenn Inhalte da sind – und dennoch kein klares Profil erzeugen
Zu Beginn unserer Zusammenarbeit verfügt dbh über ein solides strategisches Fundament: Vision, Markenwerte, Selbstverständnis als spezialisiertes IT-Unternehmen für Logistik gepaart mit jahrzehntelanger Markterfahrung.
Die Herausforderung liegt in der fehlenden Verdichtung, Ordnung und Visualisierung. Strategie existiert also, ist im Tagesgeschäft weder eindeutig anwendbar, noch differenzierend. Intern arbeiten Vertrieb und Marketing eher in Silos statt Synergien auszuschöpfen – und so Vertriebswirksamkeit zu erzeugen. Hinzu kommt: Das bestehende Corporate Design transportiert nicht, wofür dbh eigentlich steht. Mit der Folge: dbh wird von außen als Logistiker wahrgenommen statt als Software-Unternehmen.
Herausforderungen
- Vorhandene markenstrategische Inhalte sind nicht klar priorisiert, strukturiert und verdichtet
- Das Profil wirkt nach außen nicht ausreichend differenzierend
- Werte sind vorhanden, werden aber nicht konsistent inszeniert oder über Touchpoints erlebbar gemacht
- Es fehlen zentrale vertriebsrelevante Bausteine (Zielgruppenmodelle, Customer Journey, nutzerzentrierte Angebotsarchitektur)
- Es fehlt eine überzeugende Vertriebsstory, die glaubhaft aus der Marke abgeleitet ist
- Es fehlt ein Corporate Design, das eindeutig vermittelt, wofür die Marke steht
dbh
Vom Strategiepuzzle zum Markenerlebnis – in konsequenten Schritten
Wir starten nicht bei null. Wir starten mit dem, was da ist – und bringen Struktur in die Sammlung: Welche Inhalte eignen sich wirklich? Was ist Kern, was Kontext? Und wo braucht es Zuspitzung, damit ein eindeutiges Profil entsteht?
Dafür bringen wir zunächst im Markenpositionierungsworkshop die bestehenden Überlegungen auf den Punkt. Die Markendefinition erhebt dbh zur Haltungsmarke und dient als strategische Basis für Kommunikation und Vertrieb.
Anschließend kümmern wir uns um die Vertriebswirksamkeit: In einem interdisziplinären Vertriebs- und Marketingworkshop ordnen wir Zielgruppen-Archetypen zu – die Grundlage für Personas und User Journey. Ergänzend definieren wir die Anforderungen an das zukünftige dbh-Portfolio und verdichten die Leistungskette in eine Leitidee samt Kernbotschaft. Kategorien, Nutzenargumentation und USPs werden aus Außenperspektive strukturiert – und in einer Value Chain angedacht, die dbh im nächsten Schritt weiterentwickelt. So entsteht eine konsistente Angebots- und Navigationslogik, die nicht mehr von interner Abteilungsdenke ausgeht, sondern von echten Kund:innenbedürfnissen.
Bei der Entwicklung der markenkonformen Visualität, arbeiten wir ebenfalls iterativ und co-kreativ: Um Entscheidungen gemeinsam zu erarbeiten und zu verankern, binden wir Mitglieder des Lenkungskreises aktiv in den Entwicklungsprozess ein – in geführten Workshopformaten und im Sparring mit Soundingboard und relevanten Stakeholdern. So entsteht in enger Abstimmung ein Corporate Design, das die Positionierung »Wir denken weiter, was bewegt.« samt ihren Werten »Exzellenz«, »Leichtigkeit« und »Verlässlichkeit« wortwörtlich lebendig macht: »Bewegung« ist das zentrale Prinzip. Wir entwickeln eine symbolträchtige Farbwelt. Zusätzlich entsteht – auf Basis einer markenkonformen »Motion Language« – ein dynamisches System, aus dem die Logo-Animation und bewegliche Muster (Grid) hervorgehen. Gleichzeitig gestalten wir die Bildsprache persönlicher: Denn der Mensch ist ein zentraler Differenziator der Marke dbh – sichtbar gemacht in Fotos, die Mitarbeitende zeigen und so vermitteln, dass hier Menschen die Software-Lösungen entwickeln.
Es folgen UX/UI-Design und Content-Produktion, die engschrittig aufeinander aufbauen. Am Ende steht eine vertriebsorientierte Corporate Website, die gleichzeitig die Positionierung über alle zentralen Kontaktpunkte hinweg erlebbar macht. Um den Neuigkeitswert auszunutzen, takten wir den GoLive termingenau zur wichtigen Logistik-IT-Messe LogiMAT. Zuvor unterstützen wir den internen Relaunch im Rahmen einer Markenfeier mit der Erstellung eines identifikationsstiftenden Markenmoodfilms, um die Marke für alle Mitarbeitenden spürbar zu machen.
Zielsetzung
- Markenpositionierung mit einem klaren, zugespitzten Markenkern entwickeln
- Wahrnehmung verschieben: dbh ist erfahrener und kompetenter Softwareentwickler für Logistik
- Vertriebsrelevante Grundlagen für die Value Chain schaffen: Personas, User Journey, nutzerzentrierte Angebotsarchitektur
- Ein Corporate Design, das die Marke visuell eindeutig transportiert: Werte über Farbwelt, Dynamik über Motion-Design und persönliche Nähe über Mitarbeitende in der Bildsprache
- Eine nutzenorientierte Corporate Website als vertriebsstarken Touchpoint konzipieren und umsetzen
- Interne Anschlussfähigkeit erhöhen, interne Identifikation steigern: gemeinsame Sprache, klare Entscheidungswege, bessere Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Marketing
dbh
Ein wirkungsvoller Prozess – nach außen und innen
Das Ergebnis ist mehr als ein neues Erscheinungsbild. Es ist ein Prozess, der Komplexität in Klarheit übersetzt – und Klarheit in Erlebnisse. Damit wird die Marke dbh anfassbar: in Sprache, Design und digitalen Touchpoints.
Die Kernziele sind erreicht: Die Wahrnehmung wird gezielt in Richtung Softwareentwickler für Logistik verschoben, weil Positionierung, Story, Corporate Design und Touchpoints dieselbe Sprache sprechen.
Der Markenprozess zahlt sich dabei doppelt aus: Extern sorgt er für einen konsistenteren Marktauftritt – mit dem GoLive der Website als Startpunkt und der direkt anschließenden LogiMAT-Präsenz im neuen Look und Mindset. Intern zeigt sich Wirkung schon vor dem offiziellen Launch: Die Silos zwischen Marketing und Vertrieb brechen natürlicherweise auf – getragen von gegenseitigem Respekt und echter Zusammenarbeit. Partizipative Formate wie Workshops und Shooting erzeugen zusätzlich Aufbruchstimmung, weil Mitarbeitende den Relaunch nicht »vorgesetzt« bekommen, sondern ihn mittragen.
Wie stark die Akzeptanz für den Relaunch verankert ist, zeigt die Markenfeier: Der Markenmoodfilm wird von der Belegschaft mit Applaus gefeiert. Ein begeisterter Mitarbeitender lässt sich sogar im Anschluss das neue Logo tätowieren. Gleichzeitig wird sichtbar, was Co-Kreation bewirkt: Der Prozess befähigt dbh, die strategisch-kommunikativen Grundlagen und das Design zu verstehen, eigenständig anzuwenden und damit langfristig konsistent weiterzuführen.
Ergebnisse & Impact:
- Markenstrategie: klare Markenpositionierung inkl. Markenkern
- Vertriebs-Persona-Archetypen inkl. User Journey als Basis für Website und Kommunikation
- Coporate Design, das zukünftig – dank Co-Kreation – von dbh eigenständig weitergeführt und so konsistent umgesetzt werden kann
- Vertriebliche Corporate Website ausgerichtet auf Strategie, Design, Tonalität, Personas und User Journey
- Interner Markenrelaunch im Rahmen einer Markenfeier, externer Markenrelaunch zur LogiMAT
- Spürbarer Kultur-Impact: Vertrieb und Marketing wachsen zusammen, der Vertriebsleiter wird aktiver Unterstützer des Markenprozesses, durch Partizipation und Integration auf der Webseite wächst die Identifikation der Mitarbeitenden
» Der Markenprozess ist für mich weit mehr als ein klassisches Projekt – vor allem, weil wir ihn mit einem Partner umsetzen, der uns wirklich stark macht. red pepper ist dabei kreative Begleitung, ehrliches Sparring und ganzheitlicher Umsetzer. Genau diese Zusammenarbeit ist für mich ein zentraler Erfolgsfaktor – und macht das Ergebnis möglich, auf das wir heute mit Stolz schauen.«



































