
Case Study
Marke als wichtiger Wachstumstreiber
Doepke ist seit über 60 Jahren Experte für Differenzstromschutztechnik – technologisch stark, wirtschaftlich kerngesund und im Markt etabliert. Und trotzdem stand das Unternehmen vor einer entscheidenden Frage: Wie bleibt man in einem zunehmend komplexen, internationalen Wettbewerbsumfeld nicht nur relevant, sondern wächst weiter – nachhaltig, sichtbar und mit Strahlkraft?
Die Antwort war kein einzelnes Kommunikationsprojekt. Sondern ein ganzheitlicher Entwicklungsprozess: vom klassischen, eher unsichtbaren Spezialisten hin zu einer Marke, die Orientierung stiftet – intern wie extern. Gemeinsam mit red pepper wurde Doepke strategisch neu positioniert, die Markenidentität geschärft und in ein konsistentes Kommunikations- und Markenerlebnis übersetzt. Parallel wurde der Grundstein gelegt für eine neue Dynamik in Marketing, Vertrieb, Kultur – und später auch im Employer Branding.
- Branche: Differenzstromschutztechnik
- Gegründet: 1956
- Standorte: Norden (Hauptsitz), Bickenriede, Daventry, Sharjah

Im harten Wettbewerbsumfeld Differenzierung schaffen
Das Unternehmen Doepke galt nach eigenen Angaben zu Beginn des Prozesses als „graue Maus“: solide, zuverlässig, anerkannt – aber ohne echte Strahlkraft. Gleichzeitig nahm der Wettbewerbsdruck zu: größere, internationalere Player drängten in den Markt, das Massensegment wurde preisgetriebener, Zielgruppenanforderungen veränderten sich spürbar.
Doepke formulierte ambitioniert: „Wir wollen uns vom großen Handwerksunternehmen zu einem Industrieunternehmen entwickeln.“ Damit verbunden war eine zentrale Herausforderung: Die Marke musste nicht nur schöner werden – sie musste das Unternehmen in eine neue Zukunft tragen.
Herausforderungen
- Fehlende Differenzierung und geringe Markenstrahlkraft im Wettbewerbsumfeld
- Zunehmende Komplexität in Kommunikation, Zielgruppenansprache und Buying-Center-Strukturen
- Notwendigkeit, Stolz, Identifikation und ein neues Selbstverständnis im Unternehmen zu stärken
- Parallel wachsender Druck im Recruiting: schneller Ausbau, neue Standorte, neue Kompetenzbedarfe

Ein interdisziplinärer Markenprozess mit starker Verankerung
Der Prozess startete nicht mit Layouts, sondern mit Klarheit: In einem Orientierungsworkshop mit Geschäftsführung und Managementteam wurden die zentralen Zukunftsfragen, Potenziale und Erwartungen herausgearbeitet – und in eine konkrete Projektvision mit Roadmap überführt.
Darauf folgte ein mehrstufiger Markenprozess, der Analyse, Strategie und Umsetzung konsequent miteinander verzahnte. Ein interdisziplinäres Markenteam aus Geschäftsführung, Vertrieb (national/international), Marketing und kundennahen Bereichen sorgte dafür, dass die Marke nicht nur „gemacht“, sondern im Unternehmen verankert wurde.
Parallel entstanden zentrale strategische Grundlagen: Messaging, Zielgruppenprofile, Customer Journeys, Content-Strategie, Leistungs- und Wertschöpfungslogik – bis hin zu einem neuen Corporate Design mit digitalem Manual und Rollout-Planung.
Zielsetzungen
- Markenstrahlkraft und Differenzierung erhöhen – im Wettbewerb sichtbar werden und den Preisverfall im Massensegment kontern
- Orientierung und Identifikation im Unternehmen stärken – Stolz erzeugen und den Wandel zur Industrieorganisation unterstützen
- Marketing, Vertrieb und Kommunikation modernisieren – digitaler, konsistenter und salesorientierter arbeiten

Doepke gewinnt an Strahlkraft und Wachstum
Die Wirkung war schnell spürbar – und zwar nicht nur im Außen, sondern zuerst im Innen: Die neue Marke setzte enorme Energie frei. Stolz und Identifikation stiegen deutlich, eine echte Aufbruchsstimmung entstand.
Gleichzeitig gewann Doepke im Markt massiv an Aufmerksamkeit: Das Unternehmen wurde stärker als relevanter Player wahrgenommen, erhielt mehr Anfragen für Verbandstätigkeiten und Kooperationen, stärkte seinen Status in Normierungsgremien – und erzielte kontinuierlich steigende Verkaufszahlen.
Auch im HR-Bereich zeigten sich früh messbare Effekte: Anzahl und Qualität der Bewerbungen stiegen deutlich. Später – im Zuge des Employer-Branding-Projekts – wurde diese Entwicklung strategisch weiter professionalisiert: mit Arbeitgeberpositionierung, Candidate Personas, Messagingboard und dem neuen Arbeitgeberportal als Conversion-orientiertem Herzstück der Recruiting-Kommunikation.
Die Ergebnisse sprechen für sich: Doepke wuchs in wenigen Jahren von 180 auf rund 450 Mitarbeitende und steigerte den Umsatz von ca. 30 Mio. Euro auf über 100 Mio. Euro. Gleichzeitig entwickelte sich das Unternehmen kulturell spürbar weiter – hin zu mehr Vertrauen, Dynamik, Innovationskraft und einer Führung, die an einem Strang zieht.
So wurde aus Markenarbeit ein echter Zukunftsprozess: mit Wirkung auf Markt, Organisation – und Menschen.
»Wir haben es in kurzer Zeit geschafft, das Unternehmen neu aufzustellen und eine starke Marke mit Anziehungskraft zu entwickeln.«


























