
Case Study
Zehn Jahre Moderation von Jahresklausuren für ein wachsendes Industrieunternehmen
Ein mittelständisches Industrieunternehmen mit rund 700 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 100 Mio. Euro befand sich vor zehn Jahren an einem vertrauten Punkt: Geschäftsführung und Bereichsleitungen trafen sich zur Jahresklausur – doch Diskussionen verliefen häufig ohne klares Ergebnis, die Perspektiven der einzelnen Bereiche liefen eher nebeneinander als aufeinander abgestimmt, und es fehlte eine Struktur, die es den Führungskräften erlaubt, sich ganz auf die inhaltliche Arbeit zu konzentrieren.
Ziel der Begleitung war und ist es bis heute, die jährliche Klausur des rund 15-köpfigen Führungskreises effizient, konstruktiv und ergebnisorientiert zu gestalten – und dabei die Leichtigkeit und Freude an der gemeinsamen Zusammenarbeit nicht aus dem Blick zu verlieren.
- Branche: Industrieunternehmen
- Größe: rund 700 Beschäftigte
- Einordnung: Jahresumsatz von rund 100 Mio. Euro
- Kontext im Projekt: rund 15 Teilnehmende aus Geschäftsführung und Bereichsleitungen, seit zehn Jahren kontinuierlich begleitet
Kalibrierung im Wachstum: eine gemeinsame Planungsbasis für wachsende Ansprüche
Am Anfang stand die Notwendigkeit, unterschiedliche Führungskräfte und Bereichslogiken auf eine gemeinsame Planungsbasis zu kalibrieren – mit klarer Struktur und neutraler, externer Moderation, gerade dort, wo Bereichsinteressen kontrovers aufeinandertrafen. Über die zehn Jahre der Begleitung hat sich das Unternehmen spürbar verändert: starkes Wachstum, neue Führungskräfte im Kreis, wandelnde Anforderungen an Managementprozesse wie Strategie, Planung und Steuerung sowie wechselnde strategische Schwerpunkte prägten die Klausuren ebenso wie kurzfristige Kriseninterventionen und richtungsweisende Entscheidungen – etwa die Übernahme eines Geschäftsbereichs einer anderen Firma. Der Teilnehmerkreis ist mit dem Unternehmen mitgewachsen; aus der Klausur ist über die Jahre ein fester strategischer Ankerpunkt im Jahresrhythmus geworden, getragen von einer über zehn Jahre gewachsenen Vertrauensbasis zwischen Führungskreis und externer Moderation.
Herausforderungen
- Kalibrierung unterschiedlicher Führungskräfte und Bereichslogiken auf eine gemeinsame Planungsbasis
- klare Struktur und Moderation, damit sich die Führungskräfte auf die inhaltliche Arbeit statt auf Organisatorisches konzentrieren können
- Diskussionen ohne Ergebnis vermeiden, Ergebnisorientierung stärken, Meetingeffizienz steigern
- saubere Vor- und Nachbereitung zur Sicherstellung qualitativ hochwertiger und tatsächlich umgesetzter Ergebnisse
- Bedarf an neutraler, externer Moderation für kontroverse, bereichsübergreifende Themen
- über die Jahre wechselnde Anforderungen durch Wachstum, neue Führungskräfte, wechselnde strategische Schwerpunkte, Kriseninterventionen und richtungsweisende Unternehmensentscheidungen
Verlässlicher Jahresrhythmus von Vorbereitung bis Ergebnissicherung
Jede Klausur beginnt mit Vorgesprächen mit der Geschäftsführung – häufig ergänzt durch ein eigenes Offsite der Geschäftsführung zur Konkretisierung des Agendasettings fürs Folgejahr. Darauf folgen die Entwicklung der Agenda, die bewusste Auswahl und Buchung einer externen Location sowie die Organisation des Rahmenprogramms. Im Zentrum steht die Durchführung und Moderation der Klausur selbst, für die sämtliche Workshopformate und Interventionsformate individuell entwickelt werden. Nachbereitung und Ergebnisdokumentation schließen jeden Zyklus ab und sichern den Übergang von der Diskussion zur verbindlichen Umsetzung.
Programmdesign im Überblick
- Vorgespräche mit der Geschäftsführung, teilsergänzt durch ein eigenes GF-Offsite zur Agenda-Konkretisierung
- Entwicklung der Agenda für die Klausur
- Locationsuche und -buchung, bewusst als Offsite
- Organisation des Rahmenprogramms
- Durchführung und Moderation der Jahresklausur
- Entwicklung aller Workshop- und Tagesformatesowie Interventionen
- Dokumentation, Nachbereitungund Ergebnissicherung
Zielsetzung
- Effizienz und Effektivität der Jahresklausur sicherstellen
- Konstruktivität und Ergebnisorientierung sichern
- Leichtigkeit und Freude in der gemeinsamen Zusammenarbeit erhalten
Aus Nebeneinander wird Commitment – ein Format, das im Jahresrhythmus trägt
Über die zehn Jahre der Begleitung hat sich die Qualität der Jahresklausuren spürbar entwickelt: Die inhaltliche Tiefe der Diskussionen hat zugenommen, die Vorbereitung ist heute deutlich fundierter, und die Abstimmung zwischen den Bereichen gelingt reibungsloser. Aus anfänglich eher nebeneinander verlaufenden Bereichsperspektiven ist ein hohes gemeinsames Commitment geworden – die getroffenen Entscheidungen tragen im Führungskreis entsprechend verbindlich.
Die Jahresklausur hat sich fest im Führungsrhythmus des Unternehmens etabliert: Sie findet mindestens einmal jährlich vor der großen Budgetrunde im November/Dezember statt und wird in manchen Jahren durch ein unterjähriges Update vor den Sommerferien ergänzt – die Moderation ist damit längst kein einmaliges Format mehr, sondern fester Bestandteil des unternehmerischen Jahreszyklus.
Besonders wertvoll erweist sich die externe, neutrale Moderation in bereichsübergreifenden Konfliktsituationen, die sich nur gemeinsam lösen lassen – etwa bei der Beseitigung von Lieferengpässen oder bei der Übernahme eines Geschäftsbereichs einer anderen Firma. Gerade in solchen Momenten schafft die über Jahre gewachsene Vertrauensbasis den Raum für ehrliche, konstruktive Auseinandersetzung statt Verhärtung.
Die Führungskräfte kommen gerne zur Veranstaltung – ein Indiz dafür, dass Ergebnisorientierung und Leichtigkeit in der Zusammenarbeit keinen Widerspruch darstellen müssen.

















